Ureinwohner, der Familienwechsel & weitere Geschichten

Hallo alle zusammen,

bitte entschuldigt die lange Wartepause, die Kreativitaet des Autors lies in den letzten Tagen und Wochen etwas zu wuenschen uebrig. Aber das soll sich aendern, da nach einer so langen Zeit viel zu viel pasiert ist, kann man(n) sich nicht weiter auf die faule Schreibehaut legen.

Ich beginne mit der letzten Woche vor meiner Abreise zu den Ureinwohnern. In dieser Woche habe ich bei meiner Tante/ AFS- Freiwillige gewohnt und wurde auch dort gut versorgt. Am darauffolgenden Samstag den 24.9. ging es dann recht aufgeregt erneut in das Nachbar Bundesland Perak aber diesmal nicht um Fische zu fangen oder Reis aus Bambus zu essen. Nein es ging zu den Ureinwohnern von Malaysia, den Orang Asli. Mit mir sind noch 5 weiter Austauschschueler dahin gefahren, darunter 3 Maedchen und 3 Jungen, 4 deutsche, eine japanerin und ein argentinier. Bei der Ankunft nach 2 1/2h fahrt waren die Augen gross und der Mund weit offen. Das stauen  ueber Huehner, Hunde zu Hauf die alle gemeinsam durch die gegend rannten und Huetten auf Stelzen weckten doch schon schweres interesse. Zuerst wurden alle Zukunftigen Familienvaeter zusammengerufen im Haupthaus des Dorfe um uns 6 Leute zu verteieln. Dabei hatten Frauen gar nichts zu asgen, weil sie schlicht und einfach auch garnicht erst anwesend waren. Nach diversen Reden von weiteren AFS Freiwilligen und Dorfoberhaeuptern ging es in die Familien. Mir wurde meine Familie mehr oder weniger vorgestellt und ich wusste das ich irgentwie 2 Muetter hatte (bin ich mir aber auch nciht soi sicher) und 6 Schwestern. Ich war sozusagen der einzigste Sohn fuer 2 Wochen.  Da die Kommunikation normalerweise aus Haenden und Fuessen bestand musste man also seine Kreativitaet auf die Probe stellen, da die meisten eigentlich nnur Ihre Ureinwohnersprache konnte und manchmal malaysisch. Englisch beherschten 2 Maenner im Dorf fliessend und ein paar weiter so so. Es gab essen, welches in meiner Familie immer sehr sehr gut war. Und nach nettem beisammen sitzen mit der Familie ging es ins Dschungelbett.

Am naechsten morgn und ueberhaupt jeden morgen wurde ca. 8uhr aufgestanden dann Kaffee, Tee oder Kaffeetee getrunken und dazu gab es Kekse oder irgentwelches Knuspergebaeck. Das war mein Fruehstueck. Allgemein habe sich die Tage sehr geaehnelt und beinhalteten nahezu taegliche Wasserfall bzw. Wasch-/Dusch-und Zaehneptuzgaenge am Fluss. Wenn man etwas tiefer in den Urwald  hinein gefahren ist (Mopped) dann gab e sogar einen 10-15m hohen Wasserfall zu bestaunen unter dem man sich eine Kostenlose Schultermassage geben lassen konnte. Bei jedem meist mittaglichen Ausflug wurde immer ein Kochtopf  und ca. 15 tueten Magginudeln mitgenommen und diese wurden im Flusswasser ueberm Lagerfeuer zu bereitet und oft mit selbstgemachten Staebchen au naheliegenden Aesten verspeist. Bei einem Ausflug wurde ein Frosch gefangen und frisch gegrillt und gegessen…schmeckt ausgesprochen gut etwas nach fisch mit Huehnchen aehnlicher Konsistenz.  Andere Kulinarische Koestlichkeiten waren z.B. frischgeschossenes Wildschwein oder frittierte Bananen. Bei Wildschwein war besonders beeindruckend, das es im freine nur kurz mit Wasser gesaeubert wurde und dann mit der Machete geschlachtet. Erst Kopf ab, dann Bauch aufgeschlitzt, Innereien rausgenommen, in 4 teile gehackt und zu guterletzt fuer 3 euro das Stueck (ca.6kg) “verkauft” wobei es nur an Dorfmitglieder gegeben wurde und mit dem Geld wurde neues Schiesspulver gekauft. :D Ein sehr interessante Sache, war Blasrohr schiessen. Dabei muss man sagen, dass da Blasrohrgift nur fuer Ratten oder Streifenhoernchen benutzt wird. Bei Huehnern oder Schweinen wuerde es das Fleisch verderben., Also haben wir Austauschschueler ein kleines Blasrohrwettschiessen veranstaltet wobei nur auf eine Pappzielscheibe geschossen wurde. Die  Orang Asli sind sehr sehr Gastfreundliche Menschen und es ist egal wie oft du schon an einem tag in ein und das selbe Haus gegangen bist,  sie bioeten dir jedes mal wieder und wieder etwas  zuessen an und zutrinken, nur wenn du kurz gefragt hast ob einer der Auslaender im Haus ist, willst du was essen hier trink was trink was du bist so duenn du musst was essen. Es hat wirklich einer Mast geaenelt. Da die Orang Asli nicht all zu viel Sport machen ist es auf die dauer nicht all zu gesund.;)  Nach 2 wundervollen Wochen ging es leider schon wieder zurueck ins haha “Alltagsleben” Am letzten Abend wurde eine riesige Auswahl an Speisen zubereitet und alle Austauschschüler und ihre Familien kamen zusammen. Danach wurde einige Lieder von allen seiten gesungen und am darauffolgenden morgen hieß es Abschied nehmen welcher bei mir zumindest doch schon recht schwer fiel. Nach der Rückfahrt nach Penang und einer weiteren letzten Nacht im Haus meiner Tante ging es zur neuen Familie. Diese kenne ich schon seit geraumer Zeit und wusste das es dort gut ist oder sein wird. Es ist die selbe Familie zu der ich gegangen bin als “meine” Großmutter gestorben ist und ich für ein paar Tage aus dem Weg geräumt werden musste. Hier habe ich jetzt 3 Brüder, jüngster 6 Jahre, 2. 14 Jahre und mein guter Freund und Klassenkamerad. Meine Mutter ist Grundschullehrerin und mein Vater Sicherheitsmanager in eine Computerfirma auf dem Festland. Da mein jetziges zu Hause etwas weiter vom Stadtkern entfernt ist, heißt es auch 5.15Uhr aufstehen und dann mit dem Schulbus ca.6.05Uhr zur Schule zu fahren. Dort warte ich noch eine knappe Stunde bis wirklich die Schule los geht. Zurück auch bei Schulbus.  Diesen kommenden Mittwoch werde ich meine Abschiedsrede halten (3- Sprachig), da es die letzte Chance ist es in der Schule beim Assembly zu machen, dann sind noch 2 Wochen Examen und dann 6 Wochen Ferien. Eine Woche Hauptstadt Kuala Lumpur und dann gehts direkt zurück nach Deutschland…..

Bis dahin wird noch maximal 1 Bericht kommen, ich verspreche aber nichts ;) Danke fürs lesen

euer Till

1 Kommentar(e)

  1. Hallo, lieber Till,
    nach langer, langer Zeit möchte ich dir doch wieder mal schreiben. Danke für deine interessanten Berichte. Es ist doch toll, daß du so viel erleben kannst. Wann kommst du eigentlich genau zurück? Ich dachte es geht bis Januar 2011. Hoffentlich gibt es eine Wiedersehensparty. An deine Abschiedsparty denke ich oft und gern! Nun wünsche ich dir alles Gute für deine Rede. Genieße die Fremde und deine neuen Freunde!
    Herzliche Grüße von deiner Vizeomi Elke.


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